DIE REGION ZUKUNFTSFÄHIG MACHEN: PROWIRTSCHAFT STELLT KONZEPT VOR

DIE REGION ZUKUNFTSFÄHIG MACHEN: PROWIRTSCHAFT STELLT KONZEPT VOR

Von Albert Herchenbach

Pfaffenhofen – „Auf dem Weg in die Zukunft.“: Unter diesem Motto hat der Vorstand von „ProWirtschaft“ seinen Mitgliedern die Leitlinien für die Ausrichtung des Pfaffenhofener Unternehmernetzwerks bei einem Empfang im Moosburger Hof vorgestellt. Mit Volldampf ist der vor einem halben Jahr neu gewählte Vorstand in seine Amtsperiode gestartet. Nun sei es Zeit, ein „Zwischen-Update“ zu geben, wie es der Vorsitzende Martin Bornemann nannte.

Der Zug des Netzwerks ist, um im Bild zu bleiben, in voller Fahrt: Der Verband wächst rasant, 21 neue Mitglieder (insgesamt jetzt 159) konnten seit Jahresbeginn begrüßt werden. Aufschwung auch bei den City-Gutscheinen, die als Geschenke eingesetzt werden können. Mit dem Weihnachtsgeschäft, da ist sich Bornemann sicher, wird die 500000-Euro-Grenze geknackt. Diese Aktion soll weiter verbessert und zusätzliche Verkaufsstellen geschaffen werden.

ProWirtschaft, vor fast 18 Jahren hervorgegangen aus einem Gewerbeverband, der sich einst gründete, um die Weihnachtsbeleuchtung in Pfaffenhofen zu organisieren (was inzwischen die Stadt übernommen hat), will nicht bloß ein Zusammenschluss von Unternehmern und Geschäftsleuten sein, die ausschließlich ihre eigenen wirtschaftlichen Ziele verfolgen. Ihr Vorbild ist das Ideal des „Ehrbaren Kaufmanns“, der ein ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein für das eigene Unternehmen, die Gesellschaft und die Umwelt hat und nachhaltig wirtschaftet.

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Der Vorstand, neben Bornemann Marianne Voit (Coaching), Anke Tweer (Moosburger Hof), Matthias Kratzer (Bikes) und Günter Krömer (Experte für Qualität und Nachhaltigkeit) will dieses Ideal in Teams mit je eigenen Aufgabenschwerpunkten weiter mit Leben füllen. „Wir wünschen uns“, ermunterte Bornemann die gut 50 Teilnehmer der Veranstaltung, „dass Sie sich mit Ihren Ideen einbringen.“ 96 Prozent aller Unternehmen in Deutschland seien mittelständische Familienbetriebe, „eine riesige Basis“. Gerade diese könnten in Pfaffenhofen „die Lebenswelt gestalten und die Region zukunftsfähig machen“.

Vernetzung vorantreiben, Zusammenarbeit mit KUS ausbauen

Um das zu erreichen, setzt ProWirtschaft auf Vernetzung. Bornemann: „Es bringt nichts, wenn jeder für sich in seiner Struktur die Welt neu erfindet.“ Ein Programm wie „America first“, mit dem Donald Trump die Interessen der USA über alle anderen stellt, laufe sich tot. „Ich glaube, dass der Wettbewerb um jeden Preis keine Zukunft hat.“ Deshalb wird nicht nur die Vernetzung der Mitglieder vorangetrieben, sondern auch die Zusammenarbeit mit KUS gesucht, dem Kommunalunternehmen Strukturentwicklung des Landkreises, außerdem mit der Pfaffenhofener Wirtschafts- und Servicegesellschaft (WSP) und mit IGLI, der Interessensgemeinschaft Lebendige Innenstadt. Gerade das Zukunftsthema Digitalisierung, da waren sich die Unternehmer einig, ist ohne Kooperationen nicht denkbar.

Bornemann, der in Unternehmen Erfahrungen gesammelt hat und jetzt als Berater arbeitet, sieht in seinem Verband gewaltige ungenutzte Potenziale und zitierte den bengalischen Philosophen Tagore: „Wer den Baum nur als Brennholz wertet, hat keine Ahnung, was der Baum insgesamt ist.“

Die Anwesenden ließen sich anstecken. In lebhaften Diskussionen deutete sich schon die Zusammensetzung erster Teams an, die zum Beispiel Veranstaltungen organisieren oder sich für Bildung und Nachhaltigkeit einsetzen wollen. Der Verband hat auch schon die nächste Generation im Blick: Den jungen Leuten will ProWirtschaft Lust machen, das freie Unternehmertum als Chance zu sehen, die „liebenswerte Region“ mitzugestalten.