„DA BIN ICH WIEDER DABEI!“ AZUBIPROJEKT WAR EIN VOLLER ERFOLG

„DA BIN ICH WIEDER DABEI!“ AZUBIPROJEKT WAR EIN VOLLER ERFOLG

Pfaffenhofen / Jetzendorf. „Gemeinsam etwas bewegen, Zukunft gestalten“ – unter diesem Leitgedanken hatte ProWirtschaft Pfaffenhofen Auszubildende seiner Mitgliedsunternehmen am 20. und 21. Juli zum ersten Mal zu einem außergewöhnlichen Bildungsangebot eingeladen. Die Idee dahinter: Den Gedanken der nachhaltigen Entwicklung an junge Menschen weiterzugeben und ihnen Kompetenzen und Fähigkeiten an die Hand zu geben, die es ihnen ermöglichen, ihre Zukunft aktiv mitzugestalten. Das erfreuliche Fazit der Verantwortlichen und der Teilnehmer nach zwei erfolgreichen Projekttagen: „Mission erfüllt!“ Deshalb ist bereits jetzt für 2016 eine Neuauflage des Azubiprojekts geplant.

Grundlegende Infos zur Gruppe

Teilgenommen haben 7 Jugendliche im Alter von 15 bis 26 Jahren, darunter 5 männliche und 2 weibliche Azubis. Sie stehen in unterschiedlichen Ausbildungsberufen (Hörakustiker, Augenoptiker, Anlagenmechatroniker, Heizungsbau und Sanitär, Steuerfachangesteller) und verschiedenen Ausbildungsphasen (von beginnender Ausbildung im September 2015 bis Ausbildungsende 2015).

Schauplatz und Förderer

Das Baumhaushotel und der Waldkletterpark Jetzendorf waren Schauplatz des Projekts . Deren Inhaber Jürgen Edinger, selbst Mitglied bei ProWirtschaft, unterstützte das Projekt großzügig. Zweiter großer Sponsor war die VR Bank Bayern Mitte. Den beiden Förderern galt der besondere Dank, dass sie die Durchführung des Projekts möglich gemacht haben.

Organisation und Durchführung

Die Bildungsmaßnahme wurde geplant und organisiert von Dr. Rudolf Kibler (der ehemalige Leiter des Referats Umweltbildung/Bildung für nachhaltige Entwicklung der Bayerischen Staatsregierung), der sich auch  sich in seinem Ruhestandnoch sehr für die Umsetzung des Konzepts der nachhaltigen Entwicklung engagiert, und von Petra Zauner (rechts im Bild). Sie hatte auch die pädagogische Leitung und setzte das Bildungsangebot an den zwei Tagen praktisch um. Die Begrüßung und ständige Unterstützung des Projekts übernahm der 2. Vorsitzende von ProWirtschaft, Dieter Andre.

„Dieses Pilotprojekt war ein so großer Erfolg, dass wir es unbedingt auch die nächsten Jahre anbieten wollen.“
Dieter Andre, 2. Vorsitzender von ProWirtschaft

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„Macht ihr das nächstes Jahr wieder? Da bin ich wieder dabei!“
„Unbedingt wiederholen“
Zwei Teilnehmer an der Bildungsmaßnahme

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Pädagogische Schwerpunkte des Bildungsangebots

Gestaltungskompetenzen der Nachhaltigen Entwicklung:

  • Vorausschauend Denken, Situationen analysieren und beurteilen können
  • Risiken, Gefahren und Unsicherheiten erkennen und abwägen können
  • Gemeinsam mit anderen planen und handeln können
  • Zielkonflikte bei der Reflexion über Handlungsstrategien berücksichtigen können
  • An kollektiven Entscheidungsprozessen teilhaben können
  • Sich und andere motivieren können, aktiv zu werden
  • Die eigenen Leitbilder und die anderer reflektieren können
  • Selbstständig planen und handeln können
  • Empathie für andere zeigen können
  • Neue Perspektiven annehmen können
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Erlebnispädaogik fördert Gestaltungskompetenz

Dem Projekt bzw. den konkreten Einzelmaßnahmen lag die Methode der Erlebnispädagogik zu Grunde. Sie umfasst sämtliche Aspekte der Gestaltungskompetenz. Konkret wurden die folgenden Maßnahmen durchgeführt:

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Geocaching in der Umgebung von Jetzendorf

Die Gruppe war in zwei Kleinteams unterwegs und musste mit Hilfe von GPS-Sendern markierte Orte finden und dort Aufgaben lösen. Eine anspruchsvolle und anstrengende Aufgabe, da neben den ca. 10 km immer auch Kontakt zur anderen Gruppe gehalten werden musste, um sich gegenseitig abzusprechen.

„Gefährliche“ Team- und Strategieaufgabe

Nach einer Brotzeit im Kletterpark Jetzendorf erwartete die 7 Azubis eine Aufgabenstellung, die nur mit vereinten Kräften zu lösen war. Beim Überqueren eines „Säuregrabens“ wurden verschiedene Strategien ausprobiert und auch wieder verworfen. Bei dieser Übung zeigte sich, wie wichtig eine intensive Kommunikation und Kooperation ist und wie hilfreich es ist, wenn alle Teilnehmer mit ihren je individuellen Stärken zusammenarbeiten. Mit viel Motivation und Ehrgeiz wurden dabei gemeinsam auch „brenzlige“ Situationen überwunden.

Spüren der Selbstwirksamkeit

Auch beim der gemeinsamen Zubereitung des Essens profitierte die Gruppe von den individuellen Stärken der einzelnen Gruppenmitgliedern. Nach den anstrengenden Erlebnissen des Tages konnten sich alle stärken.

Theorie zur Nachhaltigkeit

Zum Abschluss ein Film zum Nachdenken: „Eine unbequeme Wahrheit“ von Al Gore unter freiem Himmel. Obwohl das wunderbare Ambiente am Baumhaushotel Jetzendorf sehr romantisch ist, brachten die Impulse des Films die Azubis zum Nachdenken. „Eigentlich weiß man das alles ja, aber es bringt mich schon zum Denken, wenn man es so deutlich hört.“

Ökonomie: Dimension der Nachhaltigkeit

Die Ökonomie als dritte Dimension der Nachhaltigkeit (neben Ökologie und Sozialem) wurde von Dieter Andre aufgegriffen, der selbst schon einige Azubis ausgebildet hat. Mit seinen Impulsen motivierte er die Azubis zu einem kritischen Blick. „Unsere Gesellschaft braucht kritische Denker“, das wolle er der jungen Generation mitgeben.

Teamklettern erforderte gegenseitige Hilfe

Das „Teamklettern“ forderte alle Stärken und jegliche Motivation heraus. Paarweise kletterten, hangelte und zogen sich die Azubis auf einer überdimensional großen und hohen Leiter von Sprosse zu Sprosse, deren Abstand immer größer wurde. Das Kletterduo erreichte nur mit gegenseitiger Hilfe, der verantwortungsvollen Sicherung der anderen Gruppenmitglieder und den Motivationsrufen die oberste Sprosse.

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Positives Fazit bei Organisatoren und Teilnehmern

Zu Beginn des Bildungsangebotshatten die 7 Azubis gemeinsam 10 Eigenschaften, die sie für ein gutes Team und ein gemeinsames Arbeiten als entscheidend einschätzten, erarbeitet (siehe rechts).

Die Eigenschaften setzten der Bildungsmaßnahme eine Klammer. Immer wieder wurden sie in die gemeinsamen Reflexionen und Diskussionen einbezogen. Nach den zwei intensiven Tagen nahmen für das Team der Azubis die Aspekte „Vertrauen“, „Verantwortung“, „Hilfsbereitschaft“ und „Selbstbewusstsein“ eine wichtige Position ein.

Verantwortung
Respekt
Kommunikation
Vertrauen
Zuverlässigkeit
Selbstlosigkeit
Selbstbewusstsein
Motivation / Spaß
Verantwortung
Zielstrebigkeit

Der Gruppe von Azubis und jedem einzelnen Teilnehmer sprach Petra Zauner großen Respekt aus. Für die Leistungen, die sie erbracht haben, für die tolle Gruppengemeinschaft und für die Stärken, die jeder von ihnen eingebracht und so zu einem „sensationellen“ Team beigetragen hatte.

Und auch die positiven Reaktionen der Teilnehmer am Ende unterstrichen den großen Erfolg des Azubiprojekts bei seiner Premiere.

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